BWL.Weiter.Denken.

Aus der Wissenschaft – für Unternehmen – in die Gesellschaft

100 Jahre VHB: Jubiläumstagung des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft

08.–11. März 2022 • digital-hybrid

Symposia

Traditionen: 100 Jahre VHB und Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten

Warum und zu welchem Ende braucht man Betriebswirtschaftslehre? Die BWL aus der Sicht wichtiger Stakeholder

Eröffnungssymposium der VHB-Jubiläumskonferenz

Betriebswirtschaftliche Studiengänge bilden im deutschsprachigen Wirtschaftsraum die am stärksten nachgefragte Hochschuldisziplin: Hier werden die zukünftigen Fach- und Führungskräfte für die Unternehmenspraxis in den Kernkompetenzen guter Unternehmensführung ausgebildet. Auch die immer größeren Erfolge in der Forschungsförderung der letzten Jahren belegen die wachsende Bedeutung der BWL in der Wissenschaftsszene. Mehr denn je muss die BWL deshalb die fundamentalen Herausforderungen adressieren, vor denen Unternehmen heute stehen: Angefangen von ökologischen und sozialen Krisen über ethische und  politische Spannungsfelder einschließlich eines neu auflebenden Systemwettbewerbs  bis hin zu disruptiven technologischen Veränderungen nicht nur in der digitalen Transformation.
Was kann und soll eine der Zukunft zugewandten Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaftsdisziplin aus Sicht ihrer Stakeholder in Politik, Wirtschaft und Hochschule leisten – und wie muss sie sich weiterentwickeln? Im Eröffnungssymposium der Jahrestagung zum 100jährigen VHB-Jubiläum wollen wir dazu mit Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und Schirmherr der Tagung, Dieter Kempf, bis 2020 Präsident des BDI und heute amtierender BDI-Vizepräsident, Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, und Birgitta Wolff, gewählte Rektorin der Bergischen Universität Wuppertal und ehemalige Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt/Main diskutieren: Wo sehen die Stakeholder der BWL deren Beitrag und wie sehen ihre Erwartungen an die zukünftige Agenda der BWL, aber auch an uns als Hochschullehrerinnen und -lehrer in Forschung, Lehre und anwendungsorientiertem Praxistransfer aus? Das Symposium wird moderiert von Christoph Börner, Prorektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf für Studienqualität und Lehre und Mitglied des Organistationskomitees für die Düsseldorfer Jubiläumstagung.

Referenten/ -innen:

Prof. Dr. Veronika Grimm
Universität Erlangen-Nürnberg; Mitglied des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung


Prof. Dr. Dieter Kempf
2017-2020 Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und seit 2021 amtierender BDI-Vizepräsident


Prof. Dr. Andreas Pinkwart
Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und Schirmherr der VHB-Jubiläumstagung


Prof. Dr. Birgitta Wolff
gewählte Rektorin der Bergischen Universität Wuppertal (ab 2022), Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt (2015-2020) sowie Kultusministerin (2010-2011) und Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen Anhalt (2011-2013)


Prof. Dr. Christoph Börner
Prorektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf für Studienqualität und Lehre; Mitglied des Organisationskomitees der VHB-Jubiläumstagung

Der Beitrag der Betriebswirtschaftslehre zu den großen Herausforderungen für Unternehmen und Gesellschaft

Jubiläumssymposium: 100 Jahre VHB – BWL.Weiter.Denken.

Große gesellschaftliche Herausforderungen wie der menschengemachte Klimawandel oder die globale Migration, die Bewältigung systemischer Krisen wie die seit zwei Jahren andauernde Corona-Pandemie, aber auch die tektonischen Veränderungen in den globalen Wirtschaftsbeziehungen, der demographische Wandel und der daraus resultierende Fachkräftemangel werfen viele Fragen auf, insbesondere: Wie können Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit in diesem Umfeld, nicht nur auf dem Weg zur Klimaneutralität, erhalten und ausbauen? Digitale Technologien spielen dabei eine janusköpfige Rolle und können Fluch und Segen zugleich sein. Im Jubiläumssymposium „BWL.Weiter.Denken.“ wollen wir aus der fachlichen Perspektive der Betriebswirtschaftslehre heraus diskutieren, was wir zur Bewältigung dieser Herausforderungen leisten können – und auch, wie wir aus den Stärken unseres fachlichen Kerns in vielfältigen interdisziplinären Kooperationen eigene wichtige Beiträge leisten können. Dabei geht es um so bedeutende Themen wie unser akademisches Selbstverständnis, um unser Potenzial zur Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der BWL, um Nachwuchs- und Forschungsförderung oder um Inhalte und Rollen von Wissenschaftskommunikation: Wie können und müssen wir als VHB unser Fach für die nächsten Jahrzehnte ausrichten? Was soll unsere Vision für eine „gute BWL von morgen“ sein? Das möchten wir im Panel mit Hans Ulrich Buhl, Dennis Hilgers, Christina Hoon, Dodo zu Knyphausen-Aufseß, Thomas Spengler und Caren Sureth-Sloane und mit Ihnen als Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmern diskutieren. Unser Jubiläumssymposium wird von Bernhard Wolff moderiert und soll zum Abschluss des ersten Hauptkonferenztages so den Blick auf die Zukunft der BWL lenken und Anregung für vielfältige spannende Gespräche nicht nur beim nachfolgenden Get-Together, sondern auch im weiteren Programmverlauf unserer Jubiläumstagung geben.
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Im Anschluss an das Jubiläumssymposium werden wir in einem digitalen Get-together nach dem Motto #digitalabergemeinsam auf das 100-jährige Jubiläum unseres Verbands der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer für Betriebswirtschaft anstoßen.

Referenten/ -innen:

Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl
Universität Augsburg; VHB-Vorstandsvorsitzender


Prof. Dr. Dennis Hilgers
Johannes-Kepler-Universität Linz; VHB-Vorstand für das Ressort Nachwuchsarbeit


Prof. Dr. Christina Hoon
Universität Bielefeld; VHB-Vorstand für das Ressort Öffentlichkeitsarbeit


Prof. Dr. Dodo zu Knyphausen-Aufseß
TU Berlin; Vorstandsvorsitzender des VHB 2013-2014


Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane
Universität Paderborn; Vizepräsidentin der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft; Mitglied im Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft


Prof. Dr. Thomas Spengler
TU Braunschweig; Mitglied des Wissenschaftsrates


Bernhard Wolff
Moderation

From Insight to Impact: Lessons Learned aus den Lebenswegen Wissenschaftsorientierter Unternehmer

Dass betriebswirtschaftliches Wissen erfolgreiches Unternehmertum begründen kann, zeigt das Beispiel der vom VHB als Wissenschaftsorientierte Unternehmer ausgezeichneten Kollegen Péter Horváth, August-Wilhelm Scheer, Hermann Simon und Theo Siegert in beeindruckender Weise. Im Gespräch mit dem langjährigen FAZ-Wirtschaftsredakteur Georg Giersberg und dem Düsseldorfer Lehrstuhlinhaber für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre Guido Förster diskutieren sie, wie sie in ihren Arbeitsfeldern durch die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil aufbauen konnten, und wie sich die BWL in den nächsten Jahrzehnten weiterentwickeln muss, um auch zukünftig Relevanz für die Unternehmenspraxis zu besitzen.

Referenten:

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth
Universtät Stuttgart (em.); Horváth & Partners


Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer
Universität des Saarlandes (em.); Scheer Holding GmbH


Prof. Dr. Theo Siegert
de Haen-Carstanjen & Söhne KG


Prof. Dr. Dres. h.c. Hermann Simon
Simon, Kucher und Partners – Strategy and Marketing Consultants GmbH


Georg Giersberg
Freier Wirtschaftsjournalist; langjähriger Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (bis 2021)


Prof. Dr. Guido Förster
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Ideen für die Zukunft der BWL vor dem Hintergrund von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Globalisierung

Symposium zur Ideengeschichte der BWL

Voraus gedacht zu haben kann hilfreich sein, um weiter zu denken. Die Ideengeschichte der Betriebswirtschaftslehre in Produktion, Logistik und Wirtschaftsinformatik wird in diesem Symposium in gemeinsamer Diskussion der Panelists, aber auch mit den Teilnehmenden der VHB-Jubiläumstagung, erkundet und mit Blick auf die sozio-ökonomischen Herausforderungen durch Digitalisierung, Globalisierung und Nachhaltigkeit auf ihr Potential weiterzudenken befragt.

Referenten:

Prof. Dr. Harald Dyckhoff
RWTH Aachen University

Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Kersten
TU Hamburg

Prof. Dr. Wenzel Matiaske
Helmut-Schmidt-Universität Hamburg

Prof. Dr. Dr. hc. mult. Peter Mertens
Universität Erlangen-Nürnberg

Prof. Dr. Dieter Sadowski
Universität Trier

Zu den erweiterten Aufgaben einer universitären Betriebswirtschaftslehre gehört auch die wissenschaftsbasierte Politikberatung. Es geht darum, wissenschaftliche Erkenntnisse in politische Entscheidungsprozesse zu integrieren, auch wenn die Produktion von vermeintlich „sicheren“ Wahrheiten und eindeutigen Handlungsempfehlungen schnell an ihre Grenzen stößt. So kann beispielsweise eine in der Wissenschaft notwendige, differenzierte Betrachtung selbst in einer deliberativen Demokratie nicht ohne weiteres in politische Abwägungen sowie den Ausgleich unterschiedlichster Interessengruppen übersetzt werden. Unter dem Schlagwort Science-Policy-Interface wird deshalb diskutiert, wie Wissenschaft und Politik interagieren müssen, um die Macht der Argumente in gute Lösungen transformieren zu können. Was das für eine wissenschaftsorientierte Betriebswirtschaftslehre und ihren transformativen gesellschaftlichen Beitrag zu den aktuellen ökologischen, ökonomischen und sozialen Fragen bedeutet, wollen wir in diesem Symposium mit Uwe Schneidewind und weiteren ausgewiesenen Kolleginnen und Kollegen diskutieren.

Moderation/ Diskutanten:

Ursula Weidenfeld (Moderatorin)
Wirtschaftsjournalistin, Autorin von "Die Kanzlerin: Portrait einer Epoche"

Prof. Dr. Uwe Schneidewind
Bergische Universität Wuppertal (bis 2020), Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal (seit November 2020), Autor von „Die große Transformation. Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels“, S. Fischer-Verlag, 2018

Dr. Thomas Sattelberger
Mitglied des Deutschen Bundestags und Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, ehem. Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom

Prof. Dr. Jonas Schreyögg
Universität Hamburg, Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen


Transformationen: Für Wirtschaft und Gesellschaft – Impulse aus der BWL

Digital Entrepreneurship and Entrepreneurial Strategy

The theme of this symposium centers around questions on how pressures of creating compelling digital identities affect entrepreneurial behavior and strategizing. Insights will be provided from lessons learned from studies on the digitalization of entrepreneurial firms, how digitalization impacts performance in varying geographical and spatial contexts, how machine learning helps new ventures to increase the effectiveness of utilizing digital content for their strategic differentiation efforts, and how those efforts interact with other, important organizational traits such as status and reputation.
Within the symposium, the following papers will be presented and discussed: Cultural and Digital Entrepreneurship (Thomas Gegenhuber), Understanding the identity effects of membership-based workspaces for entrepreneurs (Boukje Cnossen und Kathleen Stephenson), No Silver Bullet: The Impact of Digital Technologies on Market and Business Outcomes (Cornelia Storz, Egbert Amoncio and Rajesh Ramachandran) and Known for being different? How gaining status and reputation affects new ventures’ strife for optimal distinctiveness (Alexander Vossen and Jonas Janisch). The discussion will be chaired by Andrea Herrmann, Nijmegen School of Management.

Referenten/ -innen:

Prof. Dr. Cornelia Storz
Goethe-Universität Frankfurt am Main


Egbert Amoncio
Goethe-Universität Frankfurt am Main


Prof. Dr. Boukje Cnossen
Leuphana Universität Lüneburg


Prof. Dr. Thomas Gegenhuber
Leuphana Universität Lüneburg, Johannes-Keppler-Universität Linz


Prof. Dr. Alexander Vossen
Universität Siegen


Prof. Dr. Andrea Herrmann
Nijmegen School of Management, Radboud University

Die Zukunft der Gestaltung von (digitalisierter) Interaktionsarbeit – zwischen Mitarbeiterorientierung, Kundenfokussierung und Prozessoptimierung

Im Zuge der Tertiärisierung der Wirtschaft nehmen Dienstleistungen und Interaktionen – im Gegensatz zu Produkten – eine zunehmend wichtigere Rolle in der Wertschaffung/Wertschöpfung und somit auch in der Arbeitswelt ein (z. B. DGB-Index, Auswertungen des BiBB/BAuA, ESENER-2 und Statistisches Bundesamt). Die Arbeit an, mit und für Menschen wird für einzelne Individuen, Unternehmen und auch die Gesellschaft immer bedeutender. Dies zeigt sich unter anderem an einem wachsenden Bedarf an Pflege und anderen sozialen und personennahen Dienstleistungen, an produktbegleitenden Dienstleistungen und in neuen Geschäftsmodellen, wie sie aus der Maker-Bewegung oder aus der Sharing Economy bekannt sind.
Hierbei werden zwischenmenschliche Interaktionen im Kontext von Dienstleistungen und Arbeit (im Folgenden wird immer auf diesen Kontext referenziert, wenn auf "Interaktion" Bezug genommen wird) häufig zu den entscheidenden Faktoren für die erlebte Service- und Arbeitsqualität. Dabei geht es nicht nur um die bislang vorwiegend "technische" Integration des sogenannten externen Faktors KundIn mit seinen Ressourcen in Unternehmensprozesse. Damit durch die Interaktion die jeweils von den Beteiligten gewünschten Werte erzeugt und Qualitätsansprüche eingelöst werden können, ist entscheidend, dass die individuellen Ziele, Bedürfnisse, Meinungen und momentanen (emotionalen, physischen) Verfassungen der Interagierenden explizit und bewusst berücksichtigt werden.
In einem Punkt sind sich die unterschiedlichen Ansätze einig: "Eine integrierte Arbeits- und Dienstleistungsgestaltung, die nützlich für die Beschäftigten, die Dienstleistungsempfänger:innen und das Dienstleistungsunternehmen ist, stellt ein Defizit mit dringendem Forschungsbedarf im Sinne "gut gestalteter Koproduktion" von Dienstleistungsgeber:innen und Dienstleistungsempfänger:innen dar."
Im Symposium werden Susanne Robra-Bissantz (TU Braunschweig), Louisa Hellenbrecht und Michael Niehaus (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin), Ulrike Pietrzyk (TU Dresden) und Christian Zinke-Wehlmann (Institut für Angewandte Informatik) unter Leitung von Christoph Lattemann (Jacobs University Bremen) aus ihren Forschungsprojekten zu (digitalisierter) Interaktionsarbeit berichten sowie kontroverse Aspekte zwischen den Disziplinen diskutieren und kritisch hinterfragen.

Referenten/ -innen:

Prof. Dr. Christoph Lattemann
Jacobs University Bremen


Prof. Dr. Susanne Robra-Bissantz
TU Braunschweig


Prof. Dr. Louisa Hellenbrecht
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin


Prof. Dr. Michael Niehaus
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin


Prof. Dr. Ulrike Pietrzyk
TU Dresden


Dr. Christian Zinke-Wehlmann
Institut für Angewandte Informatik e.V., Leipzig

The Yin and Yang of Transparency – Implications for Organizations, Markets and Society

Symposium des TRR 266 Accounting for Transparency

Transparency can enhance welfare by reducing information asymmetry, avoiding misconduct and establishing trust. On the other hand, it can induce sizable distributional consequences and misperceptions, efficiently stifling information exchange and triggering organizational failure. In this symposium we will explore the yin and yang of transparency by presenting and discussing insights from the Collaborative Research Center TRR 266 “Accounting for Transparency” and other areas of business research and neighboring fields such as economics, sociology, and political science.

Referenten/ -innen:

Prof. Dr. Laurence van Lent
Frankfurt School of Finance and Management

Dr. Leopold Ringel
Universität Bielefeld; Theorie und Allgemeine Soziologie (Akademischer Rat)

Prof. Dr. Joachim Gassen
Humboldt-Universität zu Berlin; Stellvertretender Sprecher des TRR 266 Accounting for Transparency

Prof. Jörg Rocholl, PhD
ESMT Berlin; Präsident

Prof. Dr. Lena Steinhoff
Universität Rostock

Prof. Dr. Dr. h.c. Caren Sureth Sloane
Universität Paderborn, Sprecherin des TRR 266 Accounting for Transparency

Digitalisierung von Citizen-Government Interaktionen in herausfordernden Zeiten: Was können wir von der aktuellen Public-Management-Forschung lernen?

Symposium der WK ÖBWL

Die letzten Jahre sind zunehmend durch das Auftreten verschiedener disruptiver Ereignisse gekennzeichnet, welche die Verbreitung digitaler Interaktionsformen zwischen öffentlichen Verwaltungen und Bürger: innen maßgeblich beschleunigt haben. Die Verwendung digitaler Technologien, und hier insbesondere die Social Media Nutzung durch öffentliche Verwaltungen, ist einerseits mit hohen Erwartungen, wie zum Beispiel einer besseren Erreichbarkeit, einer Erhöhung des Engagements und einer Stärkung des Vertrauens von Bürger: innen, verbunden. In Krisenzeiten sind es auch vor allem diese Aspekte, die eine entscheidende Grundlage für die Sicherstellung der Wirksamkeit öffentlichen Verwaltungshandelns bilden. Andererseits ergeben sich durch die Digitalisierung von Citizen-Government Interaktionen und die Sammlung von bürgerbezogenen Daten auch eine Reihe von zentralen Herausforderungen, wie zum Beispiel die Vermeidung von Eingriffen in die Privatsphäre von Bürger: innen. Im Rahmen des Symposiums werden aktuelle Forschungsergebnisse innerhalb der skizzierten Themenkreise adressiert und präsentiert.
Zwei der vorgestellten Papiere betrachten hierbei explizit die Digitalisierung von Kommunikationsprozessen in Krisenzeiten (konkret der Covid-19 Pandemie). Das erste Papier beleuchtet die Auswirkungen des Einsatzes digitaler Kommunikationsformen in Verwaltungsverfahren auf die Effektivität kommunaler Verwaltungen in verschiedenen europäischen Ländern. Darüber hinaus wurden länderspezifische institutionelle Faktoren und die Effekte die organisatorische Orientierung and Good Governance Prinzipien berücksichtigt. Hier weisen die Studienergebnisse auf eine Steigerung der Effektivität des Verwaltungshandelns durch die verstärkte Kommunikation hin. Das zweite Papier widmet sich auf Basis einer umfangreichen Analyse von Social Media Daten deutscher Kommunalverwaltungen, nicht nur der Frage, ob soziale Medien in Krisenzeiten intensiver genutzt werden, sondern beschäftigt sich auch mit den Wirkungen verschiedener rhetorischer Frames auf unterschiedliche Bürgerreaktionen. Während beide Papiere zeigen, dass die Covid-19 Krise die Nutzung digitaler Kommunikationsformen durch öffentliche Verwaltungen verstärkt hat, machen insbesondere die Ergebnisse des zweiten Papiers die Notwendigkeit einer differenzierte Analyse von Social Media Inhalten und Kommunikationswirkungen deutlich.
Das dritte Papier des Symposiums setzt einen Kontrapunkt und beleuchtet potentielle negative Folgen digitaler Transformationsprozesse in Citizen Government Beziehungen. Hierbei wird insbesondere auf die Notwendigkeit des Schutzes der Privatsphäre von Bürger: innen abgehoben und ein Klärung des Konzepts auf Basis einer umfassenden interdisziplinären Literaturrecherche angestrebt. In diesem diskursiven Setting soll das Symposium Denkanstöße zu Rahmenbedingungen, Hemmschwellen und Treibern des Erfolgs digitaler Interaktionsformen zwischen öffentlichen Verwaltungen und Bürger:innen liefern. Hierdurch sollen nicht nur Impulse für die zukünftige Forschung im Bereich des Public Managements gesetzt werden. Vielmehr sollen auch Forscher:innen anderer betriebswirtschaftlicher Disziplinen angesprochen und für diese Fragestellungen interessiert werden.

Referenten/ -innen:

Prof. Dr. Dennis Hilgers
Johannes-Kepler-Universität Linz; VHB-Vorstand für das Ressort Nachwuchsarbeit


Prof. Dr. Bernhard Hirsch
Universität der Bundeswehr München


Dr. Hannes W. Lampe
TU Hamburg


Prof. Dr. Jörg Lindenmeier
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg


Michael Mayrhofer
Wirtschaftsuniversität Wien


Prof. Dr. Iris Saliterer
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg


Dr. Lisa Schmidhuber
Wirtschaftsuniversität Wien

Zur gesellschaftlichen Relevanz der BWL

Symposium der WK ORG

Wie steht es um die gesellschaftliche Relevanz der BWL und wie kann ihre Bedeutung gestärkt werden? Für die Handhabung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen benötigen wir gerade auch betriebswirtschaftliches Wissen. Gleichfalls scheint es aber , als ob die Betriebswirtschaftslehre teils wenig Gehör in sozio-politischen Diskursen bekommt. Zwar darf nicht verkannt werden, dass wir als Wissenschaftsdisziplin durch die Lehre, die Beratung und den Austausch mit der unternehmerischen Praxis eine starke Wirkung in zumindest einem Teilbereich der Gesellschaft haben, gleichfalls müssen wir uns fragen, inwieweit wir den öffentlichen Diskurs gerade in Bezug auf größere gesellschaftliche Fragen und Problemstellungen, von der Coronakrise über die wachsende Ungleichheit bis hin zur Klimakrise mitprägen (wollen).
Im Vergleich zur Ökonomie auf der einen und den Sozial- und Gesellschaftswissenschaften auf der anderen Seite bleibt die BWL allerdings merkbar stumm in der öffentlichen Wahrnehmung. Allzu oft wird ihr Geltungsbereich in innerbetrieblichen Fragestellungen der Effizienzsteigerung gesehen und dabei übersehen, dass betriebswirtschaftliches Wissen nicht nur in Bezug auf das Handeln privatwirtschaftlicher Akteure (z.B. Strategien zur Förderung der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit sowie Unternehmensskandale wie z.B. VW Dieselgate, Wirecard oder Tönnies) sondern auch in Bezug auf gesellschaftliche Prozesse - wie organisiere ich Impfzentren, wie begleite ich Wandlungsprozesse oder wie motiviere ich Individuen zu gesünderen oder nachhaltigeren Verhaltensweisen - hochgradig gesellschaftlich relevant ist.
Durch diese sehr limitierte Wahrnehmung des Wirkungshorizontes unseres Faches wird das Potential unserer Aktivitäten in Forschung, Lehre und Transfer ggf. unterschätzt oder sogar verkannt. Hierbei stellt sich erstens die Frage, wie es zu dieser externen Wahrnehmung kommt. Müssen wir uns hier an die eigene Nase fassen? Haben wir selbst vielleicht bisher die möglichen Wirkungspfade unserer Arbeit auf gesamtgesellschaftliche Zustände zu wenig erkannt und mit Leben gefüllt? Müssen wir uns, analog zu dem aktuellen "Purpose Trend" in Unternehmen, auf eine Reise nach der höheren Zielsetzung unseres Faches machen? Und noch eine Analogie bietet sich an: Sollten wir, wie viele Unternehmen, unseren Fokus von einem "Shareholder Fokus" bzw. Fokus auf ökonomische Zielgrößen und Unternehmen als Stakeholder, zunehmend auf andere Stakeholdergruppen und Zielgrößen (Gesellschaft, Umwelt) ausweiten? Eine erste Bewegung in diese Richtung zeichnet sich in Editorials, Special Issue Calls, oder auch Konferenztiteln der letzten Jahre bereits ab. Nehmen wir an wir würden diesen Pfad weiter verfolgen wollen, dann wäre eine weitere Frage, die sich anschließend stellt, was zu tun ist, um die BWL (wieder) gesellschaftlich relevanter zu machen. Diesen Fragestellungen wollen wir uns in diesem Symposium widmen.

Moderation:

Prof. Dr. Markus Reihlen
Leuphana Universität Lüneburg

Dr. Ali Aslan Gümüsay
Universität Hamburg

Beschäftigte und Organisationen in der digitalen Welt – Unsere Arbeitswelten weiterdenken!

Symposium der WK PERS und des Arbeitskreises Personal und Arbeit der Schmalenbach-Gesellschaft

Bereits von der Covid-Pandemie zeigte sich, dass sich die Arbeitswelt aufgrund der digitalen Transformation der Unternehmen und Geschäftsmodelle stark verändert. Im Rahmen der Pandemie wurden diese Entwicklungen, etwa durch die verstärkte Nutzung des „Homeoffice“, stark beschleunigt. Während die Praxis die damit verbundenen Managementherausforderungen bewältigen muss, werden in der betriebswirtschaftlichen Forschung die Entwicklungen intensiv diskutiert. Entsprechend finden im Bereich der Personal-, Organisations- und Führungsforschung zurzeit zahlreiche Forschungsvorhaben zu den Veränderungen der Arbeitswelt statt und es liegen auch bereits erste Ergebnisse vor. Das Symposium greift diese auf, um sowohl aus Sicht der Wissenschaft als auch aus der Unternehmenspraxis, aber auch breiter aus gesellschaftlicher oder gewerkschaftlicher Perspektive, die neuen Arbeitswelten im Rahmen der Digitalisierung weiterzudenken.
Das Weiterdenken betrifft dabei unterschiedliche, im Zusammenhang stehende Phänomene. So verändern sich Arbeitsplatzgestaltungen und Bürokonzepte im starken Maße, Homeoffice ist dabei ein wichtiger Aspekt. Ebenso verlagern sich die Kommunikation und Interaktion von Beschäftigten zunehmend in digitale Räume und die Koordination von Arbeit und Führung erfolgt zunehmend über digitale Tools. Desweiterem entstehen, getrieben durch die Plattformökonomie, neue Beschäftigungsformen, wie z.B. Gig Work, und in Führung und Personalmanagement wird zunehmend intelligente Analytik eingesetzt, um Arbeit und Personal zu steuern. Mit kurzen Impulsen aus Wissenschaft und Praxis wollen wir diese Phänomene und Themen beleuchten und in einer interaktiven Diskussion gemeinsam mit allen Workshopteilnehmenden weiterdenken.

Referenten/ -innen:

Prof. Dr. Stephan Kaiser
Universität der Bundeswehr München; Leitung des  Instituts für Entwicklung zukunftsfähiger Organisationen; Leitung des Arbeitskreises „Personal und Arbeit“ der Schmalenbach-Gesellschaft


Prof. Dr. Stefan Süß
Heinrich-Heine-Univesität Düsseldorf; Leitung des Arbeitskreises „Personal und Arbeit“ der Schmalenbach-Gesellschaft; ehem. Vorsitzender der WK PERS


Andrea Diepen-Görres
Vodafone; Director People & Organisation Strategy


Prof. Dr. Florian Kunze
Universität Konstanz; Leiter des Konstanz Future of Work Lab


Prof. Dr. Uta Wilkens
Ruhr-Universität Bochum; Leitung des Instituts für Arbeitswissenschaft


Dr. Rolf Schmucker
Deutscher Gewerkschaftsbund; Leiter des Instituts "DGB-Index Gute Arbeit"

Sustainability Reporting: Konzepte, Standards und die Rolle des Rechnungswesens als akademische Disziplin

Symposium der WK RECH

Die Klimakrise zwingt die politischen Entscheidungsträger weltweit, eine Regulierung zu entwickeln, um Treibhausgasemissionen zu verringern. Gleichzeitig ist noch breiteres Spektrum von Maßnahmen nötig, die einen sozial gerechten Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft ermöglichen. Bei diesen Initiativen spielen Transparenzanforderungen eine immer wichtigere Rolle. Einerseits soll eine solche verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung den Kapitalmärkten dringend benötigte Informationen darüber liefern, inwieweit die Geschäftsmodelle und Unternehmenswerte der Firmen nachhaltigkeitsbezogenen Risiken und Chancen ausgesetzt sind und wie die Unternehmensleitung damit umgeht.
Andererseits hofft man, dass die Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung die Aufmerksamkeit der Stakeholder stärker auf den ökologischen und sozialen Fußabdruck der Unternehmen lenken und letztlich gesellschaftlichen Druck aufbauen, der positive Veränderungen bewirkt.
In beiden Kontexten kann das Rechnungswesen  als akademische Disziplin eine Schlüsselrolle spielen, und viele Wissenschaftler:innen hier sind bestrebt, mit ihrer Forschung und Lehre zu diesem Ziel beizutragen. Dieses Symposium soll die akademische Community im Rechnungswesen mit den Konzepten der Nachhaltigkeit, des Nachhaltigkeitsmanagements und der Nachhaltigkeitsberichterstattung vertraut machen, einen aktuellen Überblick über die entstehende Regulierungslandschaft (in der EU und weltweit) geben und die damit verbundenen Herausforderungen und Möglichkeiten für Politik, Forschung und Lehre diskutieren.

Referenten/ -innen:

Prof. Dr. Thorsten Sellhorn
Ludwig-Maximilians-Universität München

Prof. Dr. Edeltraud Günther
TU Dresden; Direktorin UNU-FLORES Institute/ UN University

WP/StB Georg Lanfermann
Präsident des DRSC e.V.

Algorithmische Fairness – Sind KI Algorithmen ein Weg zur Überwindung menschlicher Diskriminierung?

Symposium der WK WI

Künstliche Intelligenz findet in vielen Bereichen Anwendung, wie zum Beispiel im Handel, der Kreditvergabe oder bei Einstellungsentscheidungen. Infolge dieser Entwicklung hat sich die Forschung in den letzten Jahren auch vermehrt mit diskriminierenden Entscheidungen durch Künstliche Intelligenz beschäftigt. Oft liegt die Ursache dieser Diskriminierung in den Daten, die zum Training von beispielsweise maschinellen Lernalgorithmen verwendet werden. Wenn diese Trainingsdaten verzerrt sind oder Diskriminierung durch menschliche Entscheidungsträger beinhalten, wird auch der Algorithmus mit hoher Wahrscheinlichkeit diskriminierende Entscheidungen treffen.
Das Symposium diskutiert daher zum einen die Quellen von Diskriminierung durch KI-Algorithmen und Möglichkeiten, diese zu beseitigen. Zum anderen setzt es sich damit auseinander, inwiefern die von menschlichen Entscheidungsträgern hervorgerufene Diskriminierung durch KI-Algorithmen mitigiert werden kann und versucht zu beantworten, welche Normen dafür erforderlich sind und wer diese durchsetzt. 

Referenten:

Dr. Oliver Maspfuhl
Chapter Lead Data Scientist im Bereich Big Data & Advanced Analytics der Commerbank AG


Dr. Christian Haas
Wirtschaftsuniversität Wien


Dr. Erik Weiss
Universität zu Köln; Habilitand am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung


Frederik Borgers
Head of Pricing International bei UNIQA


Dr. Suzana Alpsancar
BTU Cottbus-Senftenberg; akademische Mitarbeiterin am Fachgebiet Allgemeine Technikwissenschaft

Best-Paper-Symposium der Junior Management Science (JUMS)

Preisgekrönte Arbeiten in der JUMS im Jahr 2021/22

Junior Management Science ist das wissenschaftliche Journal für betriebswirtschaftliche Abschlussarbeiten, begleitet von Department-Editor:innen wie Gunther Friedl, Natalia Kliewer, Christian Koziol, Sascha Raithel, Nicole Ratzinger-Sakel, Astrid Reichel und David Seidl. Auf der JUMS Best Paper-Session, die jährlich im Rahmen der VHB-Tagung stattfindet, werden die besten Arbeiten eines Jahres, die in der JUMS veröffentlicht wurden, vorgestellt. Seien Sie mit uns gespannt darauf, wer die Preisträger dieses Jahr sein werden!

Moderation:

Prof. Dr. Dominik van Aaken
Initiator und Department-Editor der Zeitschrift Junior Management Science


Perspektiven: Betriebswirtschaftliche Wissenschaft als Profession

Zukunftsperspektiven des wissenschaftlichen Publizierens – Die Strategien internationaler Journals in der BWL

Symposium "Meet the Editors in Chiefs"

Publikationen in hoch angesehenen 'Top-Journals' sind von herausragender Bedeutung - für die Betriebswirtschaftslehre als akademischer Disziplin genauso wie für einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wenn es um die Gewinnung von Drittmitteln oder den individuellen Karriereweg und die Durchsetzung auf dem akademischen Stellenmarkt geht. Aber auch die Zeitschriften selbst bzw. die sie vertretenden Herausgebergremien stehen in einem intensiven Wettbewerb zueinander, der durch adäquate Strategien bewältigt werden muss. Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlicher ist es  wichtig, diese Strategien zu kennen - ganz besonders in frühen Karrierephasen als wissenschaftlicher Nachwuchs.
Vor diesem Hintergrund diskutiert Peter Kenning, Lehrstuhlinhaber für Marketing an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, mit Herausgebern hochrangiger wissenschaftlicher Zeitschriften wie Bernd Schmitt (Journal of Consumer Research), Jan vom Brocke (Journal of Information Systems and e-Business Management), Alfred Wagenhofer (Schmalenbach Journal of Business Research) und Christopher Wickert (Journal of Management Studies): Welche Herausforderungen sehen gerade sie für die von ihnen vertretenen Zeitschriften und wie gehen sie damit um? Wie wird die Qualität der doppelt-blinden Begutachtung gesichert und welche Implikationen ergeben sich darauf für das wissenschaftliche Publizieren - sowohl disziplinenspezifisch als auch -übergreifend? Welche innovativen, z.B. bildgestützten, Formate sollten oder werden zukünftig Berücksichtigung finden? Und last but not least: Was müssen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zum Thema Publikationsstrategie wirklich wissen?

Referenten:

Prof. Dr. Bernd Schmitt
Columbia Business School; Editor-in-Chief des Journals of Consumer Research


Prof. Dr. Dr. h.c. Alfred Wagenhofer
Karl-Franzens-Universität Graz, Editor-in-Chief des Schmalenbach Journal of Business Research


Prof. Dr. Jan vom Brocke
Universität Liechtenstein; Co-Editor-in-Chief des Journals Information Systems and e-Business Management


Prof. Dr. Christopher Wickert
Vrije Universiteit Amsterdam; Associate Editor des Journal of Management Studies


Prof. Dr. Peter Kenning
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Mitglied des Organisationskomitees der VHB-Jubiläumstagung

Lehre und Corona – was bleibt, was geht wieder?

Symposium der WK MARK

Durch die Corona-Pandemie standen alle Hochschullehrenden zu Beginn des Jahres 2020 vor der Herausforderung, die Lehre kurzfristig auf neue Lehr- und Prüfungsformen umzustellen. Im Rahmen des Symposiums „Lehre und Corona - was bleibt, was geht wieder?“ soll mit Hochschullehrer:innen aus dem Marketing die Frage diskutiert werden, welche dieser neuen Lehr- und Prüfungsformen auch nach der Pandemie zu einer Verbesserung der universitären Lehr beitragen können. Das Symposium wird von Herrn Professor Joachim Büschken (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt) moderiert.

Moderation:

Prof. Dr. Joachim Büschken
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Best Practices für mehr gesellschaftlichen Impact

VHB-Symposium – Erfolgreiche Wissenschaftskommunikation

Wie erreiche ich als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler gesellschaftlichen Impact? Die Monate der Pandemie haben das Interesse von breiten Bevölkerungskreisen an dem, was Wissenschaft kann und was sie zu sagen hat, verstärkt. Das „Grundsatzpapier Wissenschaftskommunikation“ fordert mehr Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und auch die DFG rückt ein „dissemination requirement“ immer mehr in den Vordergrund. Auf dem Panel diskutieren erfahrene Expert:innen, wie ein Einstieg in eine erfolgreiche Kommunikation gelingen kann, welche Zielgruppen wie erreicht werden und welche Kommunikationskanäle für eine proaktive Kommunikation genutzt werden können.
Unter anderem geht es um die Fragen: Wie bespiele ich diese Kanäle erfolgreich; wie kann ich sichtbar sein, aber die Qualität hochhalten? Wie erreiche ich die Politik? Wie kann ich erreichen, dass die Öffentlichkeit und die Medien sich für meine Themen (meine Forschungsprojekte) interessiert; bzw. inwiefern muss ich mich an die Nachfrage „anpassen“? Für welche Themen interessieren die Medien sich? Welche Best Practice hat sich für wen etabliert? Inwiefern verändert sich durch Kommunikation mit diesen Zielgruppen der Zugang zu Forschungsideen und -daten; worin besteht der Nutzen für Wissenschaftler?

Referenten/ -innen:

Prof. Dr. Christina Hoon
Universität Bielefeld; VHB-Vorstand für das Ressort Öffentlichkeitsarbeit

Bastian Brinkmann
Süddeutsche Zeitung; Stellvertretender Leiter der Wirtschaftsredaktion

Daniel Siegesmund
Leibniz-IPHT/JenaPhotonics; Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit und Forschungsmarketing

Prof. Dr. Fabiola H. Gerpott
WHU Otto Beisheim School of Management; Mitglied der VHB Experts

Das BWL-Konsortium BERD@NFDI als Teil der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur in Deutschland

VHB-Symposium – Forschungsdaten in der Betriebswirtschaftslehre

Der Umgang mit Forschungsdaten ist angesichts der rasant fortschreitenden Digitalisierung Chance und Herausforderung zugleich für die betriebswirtschaftliche Forschung. In diesem Symposium werden die neuesten Entwicklungen beim Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) diskutiert, um die Datenbestände von Wissenschaft und Forschung systematisch zu erschließen, nachhaltig zu sichern und zugänglich zu machen sowie national und international zu vernetzen. Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) unterstützt den Kulturwandel hin zu einer professionalisierten Archivierungspraxis von der Anonymisierung, über die Erstellung von FAIRen Metadaten bis hin zur Nachnutzung. BERD@NFDI ist ein Konsortium zum Aufbau einer leistungsstarken Plattform für die Sammlung, Verarbeitung, Analyse und Aufbewahrung von Unternehmens- und Wirtschaftsdaten und anderen betriebswirtschaftlichen Daten. Erfahren Sie in diesem Symposium das Wichtigste über die BERD-Platform und Services zum integrierte Management von Video-, Bild-, Audio-, Text- oder mobilen Daten und Algorithmen entlang des gesamten Forschungszyklus und vor allem, wie Sie dieses neue Angebot für Ihre eigene Forschung nutzbar machen können.

Referenten/ -innen:

Prof. Stefan Bender
Leiter des Forschungsdaten- und Servicezentrums der Deutschen Bundesbank; Mitglied im RatSWD

Prof. Dr. Joachim Gassen
Humboldt-Universität Berlin; Sprecher des DFG-TRR 266 Accounting for Transparency

Prof. Dr. Wenzel Matiaske
Helmut-Schmidt-Universität Hamburg; AG Forschungsdatenmanagement Service für kleine Forschungsprojekte des RatSWD

Prof. Dr. Florian Stahl
Universität Mannheim; Sprecher von BERD@NFDI – ein NFDI-Konsortium für Forschungsdaten der Betriebswirtschaftslehre

Prof. Dr. Jutta Geldermann (Moderation)
VHB-Vorstand | Ressort Forschung und Publikationen; Universität Duisburg-Essen

Prof. Dr. Anita Schöbel
Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM; Mitglied des Senats der NFDI e.V.

Innovative Projekte in Hochschullehre und Forschung

VHB-Symposium – Drittmittel erfolgreich einwerben

Die Einwerbung von Drittmitteln ist ein wichtiger Indikator für erfolgreiche Wissenschaft, bei Rankings oder aber bei Zielvereinbarungen, von Innovation in den Hochschulen und als Treiber des Transfers von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis. Gleichzeitig wird der Wettbewerbsdruck in der Mitteleinwerbung auch aus anderen Disziplinen immer größer – und damit auch die Notwendigkeit, sich im Vorfeld für die eigenen Drittmittelprojekte über die Fördermöglichkeiten in Hochschullehre und Forschung sowie die Organisation der damit verbundenen Projekt- und Kooperationsmöglichkeiten zu informieren. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Perspektive von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern gelegt. Darauf zielt dieses Symposium „Drittmittel erfolgreich einwerben: Innovative Projekte in Hochschullehre und Forschung“ ab: Es ist gelungen, mit  Evelyn Korn von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre und Alexander Linn vom Projektträger Jülich zwei exzellente Vortragende zu gewinnen, die nicht nur Wege einer erfolgreichen Drittmitteleinwerbung aufzeigen werden, sondern auch auf die unterschiedlichen - aber komplementären - Förderstrukturen einer Wissenschaftsorganisation bzw. -stiftung im Vergleich zu einem Projektträger für BMBF und BMWI eingehen. Evelyn Korn und Alexander Linn werden außerdem moderiert durch den VHB-Vorstandsvorsitzenden Hans Ulrich Buhl ganz konkret zu den Ausschreibungsprozessen, zur Konsortialbildung, zu Gutachten, zu laufenden Ausschreibungen und künftigen Plänen ihrer Organisationen berichten, um Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesem Symposium bestmöglich auf eine erfolgreiche Drittmitteleinwerbung vorzubereiten.

Referenten/ -innen:

Prof. Dr. Evelyn Korn
Philipps-Universität Marburg; Vizepräsidentin für Studium und Lehre; Vorstand Wissenschaft der Stiftung Innovation in der Hochschullehre

Dr. Alexander Linn
Projektträger Jülich, Leiter Grundlagenforschung Energieumwandlung

Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl
Universität Augsburg; VHB-Vorstandsvorsitzender; wissenschaftlicher Leiter der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT